Gönninger gingen auf den Strich

Gönningen, Lage des Stadtteils

im Wisaztal gelegen, 1092 erstmals urkundlich als "Ginningen" genannt, soll sogar im 13. Jh. Stadtrechte erhalten haben, wechselte dann allerdings sehr häufig den Besitzer, bis die Bürger nachdrücklich genug ihre Zugehörigkeit zu Reutlingen einforderten - 1971 eingemeindet; Der kleine Ort hat 4 Kirchen. Für eine 5. Kirche ist der Bauhof naheliegend in Bronnweiler.
Kaum reine Bauernhäuser, vielmehr stattliche und repräsentative Fachwerkhäuser prägen den Ort. Aus Baumaterial fand viel Tuffstein Verwendung, der in der Nähe gebrochen wurde. Auch die Reutlinger Hindenburgstraße wurde mit dem leichten festen Material gebaut.
Die Gönninger waren meist weitreisende Samenhändler, die auch viel Lagerkapazität im Haus benötigten. Ihre Verkaufsgebiete waren zugeteilte Striche. Auf den Strich zu gehen war ein ehrenwertes und meist einträgliches Geschäft!

schönes Rathaus:
Das relativ junge Rathaus (1911) besitzt an der Frontseite drei Arkaden und hat tatsächlich Stil.

Die südlich gelegenen Gönninger Seen sind ein beliebtes Ausflugsziel und sehr biotopisch. An der Burgruine am Stöffelberg (736 m ü.NN.) verspricht man sich noch reichhaltige Funde: Südlich liegt ein Naturschutzgebiet und passend dazu das Schützenhaus.

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